Nun auch in Grossbritannien: keine Verbrenner mehr auf britischen Strassen ab 2040

Wochenkommentar von Krispin Romang (26.07.2017)

Immer mehr Länder wollen zukünftig Autos mit Verbrennungsmotoren verbieten. Aktuellstes und sicherlich nicht letztes Beispiel ist Grossbritannien. Ab 2040 dürfen auf britischen Strassen keine Verbrenner mehr fahren. Steigenden Stickoxidwerte, das grösste Umwelt- und Gesundheitsrisiko der Briten, gelten als Hauptgrund für dieses Vorhaben. 

In 23 Jahren wird sich der elektrische Antrieb, Verbot hin oder her, längst durchgesetzt haben. Was bringt dann ein solches Verbot? Dies umso mehr, wenn es von nachkommenden Regierungen wieder rückgängig gemacht werden kann.

Mit einem Verbot, respektive der Ankündigung dazu, wird der Verbrennungsmotor offiziell mit einem Ablaufdatum versehen. Es ist eine klare Botschaft an die Autoindustrie wie auch an die Konsumenten, sich auf das postfossile Mobilitätszeitalter vorzubereiten. Ein weiterer Faktor ist die Planungssicherheit. Diese wird dazu führen, dass sich viele Autohersteller nicht mehr in der Entwicklung verschiedener Antriebstechnologien verzetteln und den technologischen Fokus auf die Elektromobilität setzten werden.

Braucht auch die Schweiz ein solches Verbot? Das politische Kommitment für die Elektromobilität, welches mit einem Verbot für Verbrenner gesetzt würde, wäre sicherlich wünschenswert. Viel mehr als ein Verbot benötigen wir jedoch ein nationales Szenario welches aufzeigt, wie der Ausstieg aus der fossilen Mobilität vollzogen werden kann und welche Mehrwerte durch den Umstieg auf die Elektromobilität für die Schweiz entstehen.