Kommentar von Dr. Jörg Beckmann zum kritischen Newsnetz-Artikel "Das vermeintlich grüne Geschenk"

Zum kritischen Newsnetz-Artikel (der Bund, Tagesanzeiger, etc.) über den ökologischen Rucksack der Elektromobilität nimmt der Geschäftsführer von Swiss eMobility, Dr. Jörg Beckmann, wie folgt Stellung: 

„Hier wird Rechenkunst mal wieder zum Kunstrechnen! Je nach Berechnungstool, Annahmen, Datengrundlage und Systemgrenzen kommen unterschiedliche Institute zu divergierenden Ergebnissen. Die bei der BAFU-Berechnung zu Grunde gelegten Umweltbelastungspunkte (UBP) gelten manchen Akteuren eher als Agitationskonstrukt, um selbst Feinstaubausstösse bei der Lithiumgewinnung in der menschenleeren Atacama-Wüste negativ einzurechnen. 

Fakt ist, dass mit dem Elektromotor eine Antriebsenergie Einzug in den motorisierten Individualverkehr hält, die a) viel effizienter genutzt werden kann als fossile Treibstoffe, b) dem Schweizer Verkehrssektor mittelfristig erlaubt, sich mit erneuerbarer Energie aus heimischer Produktion zu speisen, c) einen kolossalen Wandel in der Automobilindustrie in Richtung Nachhaltigkeit vorantreibt, d) und politisch mehrheitsfähig ist, wie der gestrige EU-Entscheid zu den CO2-Zielen nochmals belegt. 

Die bereits heute veralteten Daten aus dem BAFU-Rechner liefern weder die richtigen Ergebnisse, noch lassen sich mit Ihnen die grossen sektorübergreifenden Umweltvorteile aus der Verheiratung von Energie- und Verkehrswende qua Elektromobilität erfassen. 

Am deutlichsten wird die Unsinnigkeit mancher Annahmen bei besagter Berechnungsmethode am Beispiel der hier eingerechneten Umwelteffekte eines etwaigen Batteriewechsels nach gut 100‘000 km. Am besten weiss das Frau Bundesrätin Leuthard, die bereits seit 180‘000 km mit der gleichen Batterie fährt, so hört man.“

Geschäftsführer Swiss eMobility Dr. Jörg Beckmann