Gleichbehandlung für alle Treibstoffe.

Das Bundesamt für Energie eröffnet die Anhörung zur Änderung der Energieverordnung (EnV). Von allfälligen Änderungen ist auch die Energieetikette betroffen.

Kommentar von Krispin Romang, Leiter Politik & Projekte

Emissionen und Grundlagen zur Ökobilanzierung von Fahrzeugen werden klassischerweise auf dem Prüfstand erhoben. Dabei fallen beim Elektroauto keine Emissionen an („zero emission“). Dies entspricht jedoch nicht der ganzen Wahrheit, denn bei der Gewinnung der Fortbewegungsenergie fallen Emissionen an. Das Elektroauto bietet hierbei das Potential, vollumfänglich mit erneuerbarem Strom zu fahren. Deshalb empfiehlt sich beim Kauf eines Elektroauto die Ökovigniette. Diese anfallenden Emissionen, respektive der Kohlenstoffdioxid (CO2), werden deshalb gesondert zu den restlichen Angaben auf der Energieetikette ausgewiesen (in Gramm pro Kilometer). Dies ist jedoch nur beim Elektroauto so. Der elektrische Antrieb wird somit in der öffentlichen Wahrnehmung wie auch auf der Energieetikette zum Sonderfall. Er scheint nur ökologischer, wenn sauberer Strom ins Auto fliesst.

Saubere Fortbewegungsenergie ist zentral für ökologische Mobilität. Dies betrifft jedoch alle Antriebsarten und hat nicht nur beim Strom seine Gültigkeit. Swiss eMobility setzt sich deshalb für Transparenz und eine vergleichbare Ökobilanzierung ein. Am 18.11.2015 hat das Bundesamt für Energie (BFE) die Anhörung zur Änderung der Energieverordnung (EnV) eröffnet und trägt unserer Bestrebung Rechnung. Das BFE schlägt für die Angaben des Energieverbrauchs auf der Energieetikette eine „Gleichbehandlung verschiedener Treibstoffe“ mit folgendem Wortlaut vor: „nicht nur bei elektrisch angetriebenen Fahrzeugen, sondern neu bei allen Treibstoffarten sollen die CO2-Emissionen aus der Treibstoffbereitstellung angegeben werden.“ Swiss eMobility unterstützt in Ihrer Stellungnahme gegenüber dem Bund dieses Vorgehen und lädt die Anhörungsadressenten ein, es ihr gleichzutun.