Herausforderung für den Individualverkehr

Kommentar von Krispin Romang, stv. Geschäftsführer Swiss eMobility, zur Wintersession der eidgenössischen Räte

Das Parlament hat im Rahmen der Energiedebatte entschieden, die CO2-Grenzwerte ab 2021 analog der in der EU eingeführten Bestimmungen für Personenwagen auf 95 g/km zu reduzieren. Aufgrund des hohen Motorisierungsgrades der in der Schweiz verkauften Autos, bedeutet dies eine grössere Kurskorrektur im Vergleich zu der schwächer motorisierten EU.

Der Schweiz bieten sich nun verschiedene Möglichkeiten, mit dieser neuen Ausgangslage umzugehen: Schlupflöcher in den einzuführenden Bestimmungen suchen, allfällige Sanktionsabgaben in Kauf nehmen oder aber auf eine emissionsärmere und energieeffizientere Individualmobilität setzen. Für letzteres bietet die Elektromobilität das probateste Mittel. Importeure wie Nissan, BMW oder VW bieten uns bereits heute Produkte, welche die Anforderungen an eine zeitgemässe und moderne Individualmobilität vollumfänglich erfüllen. 

Nebst dem substantiellen Beitrag zur Erreichung der Emissionsziele bringt die Elektromobilität dem Marktplatz Schweiz Opportunitäten. Für den Zuliefermarkt, für Firmen welche Nachhaltigkeit nicht nur als Marketingschlagwort verstehen sondern ihre Flotten elektrifizieren und somit aktiv beitragen sowie für die Energieversorger, die einen Teil der fossilen Produkte, für deren Einkauf monatlich eine Milliarde Schweizer Franken ins Ausland fliesst, selber produzieren und verkaufen können. 

Frau Bundesrätin Doris Leuthard zeigt uns ab heute und im Bezug zur Energiestrategie 2050 konsequenterweise vor, wie wir diese Grenzwerte am besten einhalten können: Sie fährt nun zu 100% elektrisch. In der in der Autobranche gängigen tank-to-wheel-Betrachtung fallen somit 0 g CO2 pro Kilometer an. Damit hat der Emissionsdurchschnitt der Bundesratsflotte einen grossen Schritt Richtung Einhaltung der neuen Grenzwerte vollzogen.