Schweizer Pioniere und Prototypen

 
 
 
 

1902

Die Tri­bel­horn AG in Feld­bach ZH be­ginnt mit der Pro­duk­tion von Per­so­nen- und Last­wa­gen mit Elek­troantrieb. Let­ztere wer­den in weitaus grösserer Stück­zahl gefer­tigt und bleiben oft bis in die 50er-Jahre im Ein­satz. 

 
 

 
 

1912

Die Elek­tro­mo­bilität er­re­icht ihren vorläufi­gen Höhep­unkt: weltweit pro­duzierten 20 Her­steller fast 34'000 Elek­tro­mo­bile. Den rund 130 Elek­troau­tos in der Deutschschweiz ste­hen 29 Ladesta­tio­nen zur Verfügung.

 
 

 
 

1939

Mit der Treib­stof­fk­nap­pheit während des Zweiten Weltkriegs besinnt man sich wieder auf den Elek­troantrieb. Die Elek­trische Fahrzeuge AG und die Schweiz­erische In­dus­trie-Gesellschaft liefern mehrere tausend Fahrzeuge ins­beson­dere für den öffentlichen Di­enst. In den 50er-Jahren wer­den sie von Fahrzeu­gen mit Ver­bren­nungsmo­toren verdrängt.

 
 

 
 

1985

Die Tour de Sol rollt als er­stes Ren­nen für so­lar­be­triebene Elek­tro­fahrzeuge durch die Schweiz. Das Teil­nehmer­feld mit dem Gründer der Brusa AG, Josef Brusa, gilt als Keimzelle der heuti­gen Elek­troau­toszene in der Schweiz. 1993 findet die Ve­r­anstal­tung zum let­zten Mal statt.

 
 

 
 

1988

Sei der Hor­lacher AG in Möhlin AG entsteht der eiförmige Pro­to­typ GL-88. Er er­re­icht mit 11 PS/8 kW im­mer­hin Tempo 80. 

 
 

 
 

1989

Markus Eisen­ring aus Niederuzwil SG zeigt seinen er­sten Elek­tro-Pro­to­typ, den Strom­boli I. Op­tisch erin­nert der Zweisitzer an den Messer­schmitt-Kabi­nen­roller aus den 50er-Jahren und schafft mit einer Bat­terieladung etwa 115 km Re­ich­weite.

 
 

 
 

1994

Swatch-Chef Nico­las Hayek gründet gemein­sam mit der dama­li­gen Daim­ler-Benz AG die Micro Com­pact Car AG in Biel BE. Das Ziel ist die En­twick­lung eines günsti­gen Stad­tau­tos mit geringem Ver­brauch - und vorzugsweise Elek­troantrieb. Let­zterer wird von Daim­ler-Benz bei der En­twick­lung nicht ver­folgt; Hayek steigt 1998 aus. Der Smart er­scheint im gle­ichen Jahr mit kon­ven­tionellem Motor.

 
 

 
 

1995

Im Rah­men des Ak­tion­spro­gramms En­ergie 2000 startet ein Grossver­such mit Elek­tro­mo­bilen in Men­dri­sio TI. Bis zum Ende des Pro­jek­tes imJuni 2001 wer­den in­s­ge­samt 458 Elek­tro­fahrzeuge an Be­wohner Men­dri­sios und der um­liegen­den Gemein­den verkauft. 

 
 

 
 

1996

Die Twike AG in Gel­terkinden BL be­ginnt mit der Pro­duk­tion des Twike, eines dreirädri­gen Zweisitzers. Er ist en­tweder mit Elek­troantrieb mit 6,8 PS/5 kW oder mit zusätzlichem Tre­tantrieb liefer­bar. Das ursprüngliche Konzept als voltverklei­detes Fahrrad mit Tre­tantrieb schufen Stu­den­ten der ETH Zürich. Bis heute wur­den über 850 Stück gebaut.

 
 

 
 

2001

Bei der Cree AG in Siel entste­hen 80 Ex­em­plare des ein­sitzi­gen SAM. Das fu­tur­is­tisch gestal­tete Elek­tro­mo­bil mit nur drei Rädern gibt es bis jetzt noch nicht in Grossserie.

 
 

 
 

2007

Der Schweizer Fi­nanz­in­vestor Lorenzo Schmid präsen­tiert seinen Pro­to­typ Mind­set. Trotz mehrfacher Ankündi­gung einer Se­rien­fer­ti­gung ex­istiert bis heute nur dieses eine Ex­em­plar.

Der zi­gar­renförmige eTracer der Firma Per­aves in Win­terthur ZH geht in Serie. 

 
 

 
 

2009

Am Gen­fer Salon präsen­tiert Marco Pif­faretti den Lampo, einen of­fe­nen Zweisitzer mit 270 PS. Das Auto bleibt wie der Lam­po2 von 2009 ein Ver­such­sträger.

Die Brusa AG, Elek­troantrieb­sspezial­ist mit zahlre­ichen Ko­op­er­a­tio­nen mit grossen Au­to­her­stellern, en­twick­elt mit der Hochschule für Tech­nik Buchs SG den Brusa-Spy­der. Der Zweisitzer wird von zwei Mo­toren mit 272 PS/200 kW angetrieben.

 
 

 
 

2010

 Im Verkehr­shaus in Luzern findet das erste Mal der na­tionale Kongress des Fo­rums Elek­tro­mo­bilität statt. Rund 300 Teil­nehmer aus Forschung, Poli­tik und Wirtschaft fol­gten der Ein­ladung der Mo­bilitätsakademie. Mit der "Charta von Luzern" for­mulierten die Un­terze­ich­nen­den eine Ab­sicht­serklärung, um die Schweiz in den Pi­o­nier­stand für Elek­tro­mo­bilität zu heben.

Im Rah­men des Pro­jekts Alp­mo­bil kon­nten Gäste in der Touris­mus­re­gion San Got­tardo (Meirin­gen, Hasli­tal und Goms) während drei Monaten 60 Elek­troau­tos testen.

Die tech­nisch und op­tisch iden­tis­chen Klein­wa­ger Mit­subishi i-MiEV, Citroën Zero und Peu­geot I-On er­scheinen als erste Grossse­rien-Elek­troau­tos.

 
 

 
 

2011

Im Herbst lanciert Nis­san das Elek­troauto Leaf. Es fol­gen die bau­gle­ichen Chevro­let Volt und Opel Am­pera mit Elek­troantrieb und kleinem Ben­ziner zur Re­ich­weit­en­verlängerung. 

 
 

 
 

2012

Auf Be­treiben der Mo­bilitätsakademie hat sich in Bern der Ver­band „Swiss eMo­bil­ity“ gegründet. Der neue Ver­band wird sich auf poli­tis­cher Ebene für die Mark­ten­twick­lung der Elek­tro­mo­bilität in der Schweiz ein­set­zen.

 
 

 
 

2012

Als eines der er­sten Länder der Welt rüstet sich die Schweiz mit einem flächen­deck­enden Netz an Schnel­l­ladesta­tio­nen für alle gängi­gen Elek­troau­tos aus. Mit der Möglichkeit, rund um die Uhr schnell und un­kom­pliziert Strom tanken zu können, schliesst EVite eine Lücke auf dem Weg zu einer er­fol­gre­ichen Elek­tro­mo­bilität. Das Pro­jekt EVite ist derzeit eine pri­vat fi­nanzierte Ini­tia­tive unter der Träger­schaft des Ver­bands „Swiss eMo­bil­ity“.

 
 

 
 

2013

Der Ver­band „Swiss eMo­bil­ity“ ver­tritt die In­ter­essen der E-Mo­bilitätsnutzer in der Schweiz gegenüber Bund, Kan­to­nen und Gemein­den und bi­etet neu auch Mit­glied­schaften für Einzelper­so­nen an.

 
 

 
 

2013

Unter der Fed­erführung des Ver­bands „Swiss eMo­bil­ity“ wurde am 26. Sep­tem­ber 2013 im Bun­de­shaus die par­la­men­tarische Gruppe Elek­tro­mo­bilität gegründet. Mit der Schaf­fung der par­la­men­tarischen Gruppe Elek­tro­mo­bilität will Swiss eMo­bil­ity ein ein­deutiges poli­tis­ches Beken­nt­nis für die Elek­tro­mo­bilität schaf­fen und auf der Grund­lage des „Mas­ter­plan Elek­tro­mo­bilität‘‘ Ein­fluss auf deren En­twick­lung nehmen.

 
 

 
 

2015

Das Pos­tu­lat 14.3997 "Vo­raus­set­zun­gen für ein Schnel­l­ladenetz für Elek­troau­tos auf Na­tion­al­strassen" wurde vom Na­tion­al­rat im März 2015 angenom­men und dieser Entscheid ebnet den Weg für einen weit­eren Aus­bau der Schnel­l­lade­in­fra­struk­tur ent­lang der Au­to­bah­nen. 

 
 

 
 

2015

 Am 16.06.2015 hat der Ver­band Swiss eMo­bil­ity er­st­mals den „Tag der Elek­tro­mo­bilität“ durchgeführt und anlässlich einer Ve­r­anstal­tung in Bern seinen Massnahmenplan zur Förderung der Elektromobiltät, die via electra, präsentiert.

 
 

 
 

2017

Der Kongress des Fo­rums Elek­tro­mo­bilität fand im Jan­uar bere­its zum siebten Mal statt, zum let­zten Mal unter dem Hut des Forums Elektromobilität. Nach sechs er­fol­gre­ichen Durchführun­gen und der Etablierung als Branchen­tr­eff der Elek­tro­mo­bilität läuft die Ar­beit des Fo­rums Ende 2016 aus.

 
 

 
 

2011

2011

Elektrofahrzeuge gibt es seit dem 19. Jahrhundert. Zwischenzeitlich wurden Elektromobile durch benzin- und dieselbetriebene Autos verdrängt. Heute sind Elektromobile wieder auf dem Vormarsch. 2011 fahren rund 700 batteriebetriebene Fahrzeuge auf Schweizer Strassen — und bis im Jahr 2020 sollen es 100‘000 sein.

 
 

 
 

Links

 
 

 
 

Electrifying 100

Das Fachmedium “Automotive News” ehrt mit den Electrifying 100 die wichtigsten Vordenker in Sachen Elektromobilität. Die illustre Liste führt neben Tesla-Gründer Elon Musk und US-Präsident Barack Obama auch den Schweizer Josef Brusa von BRUSA Elektronik AG auf.

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