25.09.2020

Ausstieg, Umstieg, Aufstieg - wohin steigt die Schweiz?

Das Ende naht! Gesetzgeber in Europa, Asien und Nordamerika legen sich fest. Immer mehr Länder und Staatenverbünde fixieren Verbrennungsmotorverbote und geben den fossilen Auslaufmodellen nur noch 10 bis 15 Jahre, bevor sie gänzlich aus den Showrooms verschwinden sollen.

Nach dem jüngsten Beschluss in Kalifornien (Verbot ab 2035) und den forcierten Überlegungen der EU in dieselbe Richtung herrscht Ausstiegsstimmung. Benzin, Diesel und Gas samt ihrer Verheizung im Auto geht es damit ähnlich wie anderen gesundheits- und umweltbelastenden Substanzen und Prozessen, von denen sich moderne Industriestaaten in den letzten Jahrzehnten nach und nach verabschiedet haben. 

Bloss Symbolpolitik?

So eindrücklich diese legislativen Schritte zum Umstieg auf den Elektromotor auch sein mögen, werden sie doch von manchen Branchenkennern als Symbolpolitik abgetan, denn in der Autoindustrie herrscht seit Langem Gewissheit darüber, dass in etwa 10 Jahren sicher keine Verbrennungsmotoren mehr in unseren Familienwagen verbaut werden. Warum also jetzt dieser „Aktionismus“ seitens der Politik?

Mit dem gesetzlich beschlossenen Ausstieg aus der verbrennungsmotorischen und dem Umstieg auf die elektrische Mobilität ist ganz klar auch ein zivilisatorischer Aufstieg verbunden. Trotz der Versuche manch irrlichtender Staaten- und Unternehmenslenker, den Klimaschaden verbrennungsmotorischer Mobilität zu leugnen und ihre Macht oder ihr Geschäft über die Zeit zu retten, zeigen immer mehr Demokratien Flagge und damit auch ihren Bürger:innen, dass Alltagsmobilität ohne Treibhausgasemissionen kein Hirngespinst mehr ist – sondern dank der Technologiesprünge in der Elektromobilität bereits heute möglich und bezahlbar wird!

 Klares Signal an Verbraucher:innen

Die Festlegung von Ausstiegsdaten ist deswegen auch alles andere als Symbolpolitik, sondern ein klares Signal an alle Verbraucher:innen, dass sie schon bald deutlich sauberer und günstiger fahren werden und sich sehr gut überlegen sollten, ob sie beim Kauf ihres nächsten Autos tatsächlich das Risiko eingehen möchten, aufgrund stark sinkender Restwerte in ein paar Jahren auf einem falsch, weil fossil, angetriebenen Motorfahrzeug sitzen zu bleiben. In Irland, Grossbritannien, Frankreich, Schweden und vielleicht auch bald in der gesamten EU, ergeht mit der Festlegung auf Daten für ein Verbrennungsmotorverbot ein klares Signal an die Konsument:innen: „Der Verbrennungsmotor wird zu Ramsch!“.

 Wo steht die Schweiz?

Doch wo steht die Schweiz? Steigt sie nun auch auf? Einen ersten äusserst ambitionierten, aber erfolglosen, Aufstiegsversuch gab es bereits 2017, als Balthasar Glättli publikumswirksam im Nationalrat forderte, schon ab 2025 nur noch emissionsfreie, ergo reinelektrische, Neuautos zuzulassen. Das war in etwa so, als ob der FC Köniz nächstes Jahr Anspruch auf einen Platz in der Champions League für sich beanspruchte. Doch was vor drei Jahren aufgrund übertriebener Ansprüche noch scheiterte, scheint heute zu einem Gebot der Stunde zu werden, um die scheinbar immer noch grassierenden falschen Hoffnungen auf ein Überleben des Verbrennungsmotors endlich zu begraben. Ein Aus-, Um- und Aufstieg der Schweiz ist für 2025 sicher noch keine Option, aber 2030 oder 2035 scheint doch machbar, oder? Hopp Schwiiz! 


von Jörg Beckmann
 
 
 
 
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