Laden zuhause - so geht's

Rund 80% der Ladetransaktionen finden im privaten oder nicht öffentlich zugänglichem Raum statt. In den meisten Fällen über eine Heimladestation (HCD / "home charge device" oder auch "Wallbox"). Für das private Laden sind keine hohen Ladeleistungen notwendig. Man spricht deshalb auch von "Langsamladen". Dies schont Ihre Batterie und das Portemonnaie.

Setzen Sie sich mit einem Fachpartner in Verbindung, um zu prüfen, welche elektrische Installation sich eignet. Und verwenden Sie idealerweise sauberen Strom als Energiequelle. Für eine unverbindliche Kostenschätzung der Installationskosten einer Ladeinfrastruktur haben wir einen "Installationsrechner" erstellt. 

 
 

ORT DER LADUNG

zu Hause (typischerweise Eigenheim)

Einzel- / Doppelgarage, privater Abstellplatz, Carport.

LADEDAUER (für ca. 20kWh = 100km Reichweite)

6h (AC 3,7 kW)

KOSTEN (für Hardware und Installation; einmalig)

Heimladestationen kosten je nach Funktionalität und Intelligenz zwischen CHF 800.- bis CHF 2'000.-.

Installationskosten berechnen Sie hier.

ABRECHNUNG

Die Abrechnung erfolgt über den Hausanschluss.

 

zu Hause (typischerweise Mietverhältnis)

Parkplätze in Tiefgaragen, bei Mehrfamilienhäuser oder Wohnüberbauungen.

6h (AC 3,7 kW)

1-2h (AC/DC 11-22kW)

Heimladestationen kosten je nach Funktionalität und Intelligenz zwischen CHF 800.- bis CHF 2'000.-.

Der Vermieter kann Installationskosten anteilig dem Mieter in Rechnung stellen.

Die Abrechnung erfolgt über den Hausanschluss.

 

am Arbeitsplatz 

Firmenparkplätze

6h (AC 3,7 kW)

Die Kosten werden in der Regel vom Arbeitgeber übernommen.

Gemäss Arbeitgeber.

 

Bidirektionales Laden

Für die Inhalte dieses Abschnitts ist sun2wheel AG verantwortlich.

Das Elektroauto lässt sich zukünftig immer mehr ins private Stromnetz einkoppeln. Immer mehr Anbieter machen das bidirektionale Laden, also der Stromfluss in beide Richtungen (bidirektional) möglich. Je nach Bedarf oder je nach lokaler Stromerzeugung (beispielsweise Solarstrom auf dem Dach) wird dem Auto Energie zugeführt oder umgekehrt, dem Auto Energie entnommen. So kann beispielsweise die regenerative Sonnenenergie abends zum Kochen genutzt werden, auch wenn die Sonne nicht mehr scheint. Das Elektroauto wird durch die Bidirektionalität zum mobilen Pufferspeicher, regenerative Energie kann besser genutzt werden und die Autarkie der Gebäude wird so erhöht. Auch das Problem des Lastabwurfs wird so eliminiert.

Beim bidirektionalen Laden wird die Fahrzeugbatterie als Zwischenspeicher elektrischer Energie genutzt (z.B um überschüssigen Solarstrom zu speichern). Im Gegensatz zum monodirektionalen Laden, welches heute noch üblich ist, kann bei Bedarf demnach mit einer bidirektionalen Ladestation elektrische Leistung und Energie gezielt ins Gebäude (V2H/V2B) resp. ins elektrische Versorgungsnetz (V2G) zurückgespeist werden.

Begriffe

V2H (Vehicle-to-home)

Bidirektional ladefähige E-Autos können nicht nur elektrische Energie zu Fahrzwecken speichern, sondern auch wieder in das Haus zurückspeisen. Vehicle-to-home ermöglicht somit die Versorgung des eigenen Haushalts mit der gespeicherten elektrischen Energie aus dem eAuto. Die gesamten Lade- und Rückspeisevorgänge finden hinter dem Hauszähler statt und wird häufig eingesetzt um die Eigenversorgungsquote mittels Solarstromanlagen zu steigern.

V2B (Vehicle-to-building)

Wie bei Vehicle-to-home können bidirektional ladefähige E-Autos nicht nur elektrische Energie zu Fahrzwecken speichern, sondern auch wieder in das Gebäude mit mehreren Bezügern zurück speisen. Vehicle-to-building ermöglicht somit die Versorgung des eigenen Mehrfamilienhauses oder Gewerbe-/Industriebetriebes mit der gespeicherten elektrischen Energie aus dem eAuto, oft auch als Teil einer eAutoflotte. Zusätzlich können durch Peak-Shaving gebäudeinterne Lastspitzen gekappt werden. Die gesamten Lade- und Rückspeisevorgänge finden hinter dem elektrischen Gebäudeanschluss statt.

V2G (Vehicle-to-grid)

Bidirektional ladefähige eAutos können nicht nur elektrische Energie aus dem Netz entnehmen, sondern als Teil eines intelligenten Energiesystems auch wieder in das Netz einspeisen. Dieser Vorgang wird durch Signale des Verteil- oder Übertragungsnetzbetreibers gesteuert und kann sowohl auf öffentlichen Ladeplätzen als auch innerhalb von Gebäuden über den Netzanschluss erfolgen. Die V2G Lade- und Entladevorgänge einer grösseren Anzahl von E-Autos (Pooling) dienen im Energiehandel und zu Stabilisierungszwecken als Dienstleistungen sowohl im Verteil- als auch im Übertragungsnetz. Vehicle-to-grid ermöglicht somit die intelligente Sektorenkopplung.

V2X (Vehicle-to-everything)

V2X gilt als Sammelbegriff für alle obigen Anwendungen und drückt auch die kombinierte Anwendung mehrerer Betriebsarten aus. So können z.B. bidirektional ladefähige eAutos in einer Einstellhalle einer grösseren Liegenschaft sowohl zur Eigenverbrauchoptimierung und für Peak-Shaving Zwecke (V2B) als auch zum Erbringen von Netzdienstleistungen (V2G) verwendet werden. Die autonome Versorgung von Einzelverbrauchern und Inselnetzen wie auch das Laden anderer eAutos vervollständigen das Bild.

Häufige Fragen

Wie weit ist die bidirektionale Ladetechnologie?

Es gibt erste Hersteller in der Schweiz und international, welche technisch ausgereifte bidirektionale Ladestationen mit CHAdeMO Steckern auf den Markt gebracht haben. Diese sind im Vorfeld in mehrjährigen Versuchen ausführlich getestet worden. Das bidirektionale Laden über CCS Stecker wird momentan erst von einem Schweizer Fabrikat ermöglicht. In Japan wiederum ist die bidirektionale Ladetechnologie seit Jahren bei jedem Elektromobil Pflicht.

Ist bidirektionales Laden in der Schweiz erlaubt?

Grundsätzlich ist bidirektionales Laden mit dem Betrieb stationärer Batterien gleichzusetzen. Falls die Ladeinfrastruktur die VSE Empfehlung Netzanschluss für Energieerzeugungsanlagen (NA-EEA) und der technischen Normen für elektrische Sicherheit und elektromagnetische Verträglichkeit, ist sie bei der Anmeldung beim Verteilnetzbetreiber bewilligungsfähig. Ab 1.01.2022 können bidirektionale Ladestationen regulär mittels aktualisiertem technischem Anschlussgesuch (TAG) angemeldet werden.

Können alle Elektromobile bidirektional geladen werden?

Nein, leider noch nicht. Grundsätzlich können alle japanischen Elektrofahrzeuge bidirektional laden, weil dies vom japanischen Staat vorgeschrieben ist. Möglich ist bidirektionales Laden vor allem bei Fahrzeugtypen mit CHAdeMO, in einem Fall jedoch auch mit CCS Schnelladekabel. Generell benötigt bidirektionales Laden die Genehmigung des Fahrzeugherstellers und die Zertifizierung der Ladestation für den jeweiligen Fahrzeugtyp.

In der Schweiz verfügbare Steckerfahrzeuge für bidirektionales Laden (Stand August 2021):

Fahrzeug Stecker
Nissan Leaf, e-NV-200 (Lieferwagen) und EVALIA (Kleinbus) CHAdeMO
Mitsubishi i-MiEV, Outlander und Eclipse Cross CHAdeMO
Peugeot iOn und Citroën C-Zero CHAdeMO
Honda e CCS

Mehrere Fahrzeughersteller haben für die nahe Zukunft die Belieferung des Marktes mit bidirektional ladbaren Elektromodellen angekündigt. Generell ist mit der Einführung einer internationalen Norm bis 2025 zu rechnen, welche auch das bidirektionale Laden mit CCS Ladesteckern verbindlich regeln wird.

Schadet bidirektionales Laden meiner Fahrzeugbatterie?

Jahrelange Praxis und wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Lithiumbatterien sehr robust sind. Ausserdem haben die neuesten technischen Entwicklungen eine nochmals erhöhte Lebensdauer der Batterien zur Folge. Da die Entladeleistung beim bidirektionalen Laden im Vergleich zum Fahrbetrieb viel geringer ist (Faktor 10 und mehr), ist die zusätzliche Alterung der Batterie äusserst gering. Die Zulassung von Fahrzeugmodellen für den bidirektionalen Ladebetrieb durch deren Hersteller beinhaltet auch die Beibehaltung der vollständigen Garantieleistungen.

Was bedeuten bidirektionale Ladestationen für die bestehende Stromnetz-Infrastruktur des betreffenden Gebäudes?

Durch die Zwischenspeicherung und gezielte Rückspeisung ins Gebäude von selbst produzierten Solarstrom wird die Eigenverbrauchsquote einer Liegenschaft oder eines Areals mit Photovoltaikanlage erhöht und somit die Bezugskosten elektrischer Energie vermindert. Der bidirektionale Anschluss von Fahrzeugen ermöglicht ausserdem den Abbau von Leistungsspitzen, indem die Batterien lastgesteuert entladen werden. Durch diese Rückspeisung werden für den Anwender eine Reduktion der Netzkosten durch Einsparungen beim Leistungstarif erzielt. Bei einer grösseren Anzahl zurückspeisender Fahrzeuge kann die Ladeleistung der Ladeinfrastruktur sogar über die Kapazität der installierten Anschlussleistung gehoben werden.

Was kann V2X zur Stabilität der Stromversorgung beitragen?

Durch gebündeltes Laden und Entladen von Fahrzeugen können Überlastungen des Netzes z.B. durch unregelmässig einspeisende Solarstrom- oder Windkraftanlagen abgebaut werden. 100'000 ans Netz angeschlossen Elektrofahrzeuge mit je ±10 kW stellen z.B. eine dezentrale Regelleistung von ±1 GW dar. Dies entspricht der Leistung des grössten Schweizer Pumpspeicherwerks Limmern. Die Hälfte der in den 100'000 Batterien speicherbaren Energie reicht aus, um 200'000 durchschnittliche Einfamilienhäuser einen Tag lang mit Strom zu versorgen.

Disclaimer: Für die Inhalte dieser Seite ist die sun2wheel AG verantwortlich.

sun2wheel
 

Swiss eMobility - wir machen Elektromobilität möglich

Wir sind der Elektromobilitätsverband der Schweiz und zählen 
Einzel- und juristische Personen zu unseren Mitgliedern. Unsere
Geschäftsstelle wird von der Mobilitätsakademie des TCS geführt.

Swiss eMobility
c/o Mobilitätsakademie des TCS
Laupenstrasse 5a
3008 Bern

Tel +41 (0)58 827 34 16
nfswss-mbltych

 
 
 
 

Swiss eMobility
c/o Mobilitätsakademie des TCS
Laupenstrasse 5a
3008 Bern

Tel +41 (0)58 827 34 16
nfswss-mbltych

 

© 2021 Swiss eMobility c/o Mobilitätsakademie

© 2021 Swiss eMobility c/o Mobilitätsakademie

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen
AutosucheStatistikMerkblätterLadestationenFakten Elektromobilität